Daucus Carota

Daucus Carota – Karotte ist mehr als nur eine Möhre
Die aus der Wilden Möhre (Daucus carota L.) abstammende heutige Kulturform der Möhre, Karotte, Wurzel oder Gelben Rübe gehört zu den wichtigsten Gemüsepflanzen. Ihre Beliebtheit beruht auf dem süsslichen, milden Geschmack, einer vielseitigen Verwendbarkeit und dem besonderen ernährungsphysiologischen Nutzen.

Die Karotte besitzt eine sehr breit angelegte Heilwirkung, die in der Pharmaindustrie und als bewährtes Hausmittel ihre Verwendung findet:

-Carotinoide sind die Farbgeber der Karotten, die u. a. eine lichtschützende Funktion für die Zellen besitzen

-Carotine haben - als Untergruppe der Carotinoide – die Funktion eines Provitamins. Die bekanntesten Möhren–Carotine sind Betacarotin und Lycopin.
-Aus Betacarotin bildet der Körper das haut- und schleimhautschützende Vitamin A -Lycopin ist ein krebsschützender Inhaltsstoff

-Ätherische Öle der Möhre finden zwar keine direkte Verwendung für therapeutische Zwecke, werden jedoch gern in Kombination mit anderen ätherischen Ölen z. B. für Bronchial-Inhalationskapseln verwendet.

-Polyine sind Schutzstoffe, welche Möhren vor Pilzbefall schützen (natürliches Pestizid). Untersuchungen an Säugetieren konnten belegen, dass der Wirkstoff Falcarinol als Hauptvertreter dieser Gruppe, die Krebsentstehung zu hemmen vermag

-Mono- und Oligosaccharide sind ernährungsphysiologisch bedeutsame Zuckerverbindungen, die vor allem bei Darmstörungen sehr gut verträglich sind. Nicht zu Unrecht erhalten Babys nach der Muttermilch den bewährten Karottenbrei als Schonkost. Diese Zucker sind auch verantwortlich für den süssen Fruchtzuckergeschmack.

-Polysaccharide wie z. B. das Pektin sind wertvolle Ballaststoffe, die gemeinsam mit den einfachen Zuckerverbindungen bei Darmstörungen wirksam werden. Als Nahrung für die „guten“ Bakterien im Darm, verbessern sie den Schleimhautschutz und stabilisieren den Darm bei Durchfallerkrankungen.

-Mineralstoffe und Vitamine sind sehr zahlreich in der Karotte vorhanden, weshalb sie nicht nur in der menschlichen Ernährung sondern auch als saftreiches Beifutter in der Fütterung von Haus- und Heimtieren ihre Verwendung findet

Die Bedeutung der Karotte für die Haut

Karotten enthalten sehr viel Betacarotin. Dieses Provitamin wird – je nach Bedarf – in das wichtige Vitamin A umgewandelt oder direkt vom Körper für schützende Zwecke verwendet.
ß-Carotin und Vitamin A haben eine haut- und schleimhaut-regenerierende Wirkung. Vitamin A wird deshalb auch als „Epithelschutzvitamin“ bezeichnet. Entsteht eine Mangelsituation, trocknet die Haut aus und die Hautzellen verhornen. Sichtbar werden solche Defizite als rissige, spröde Hautstellen, welche sich leicht infizieren. Bei Störungen im Fellwechsel, für schnelles Abhaaren im Fellwechsel und bei Hufproblemen von Pferden ist eine bedarfsgerechte Vitamin-Versorgung deshalb wichtig.
Möhrenfarbstoffe wie das Betacarotin sorgen auch für einen guten Lichtschutz. Die Farbstoffe lagern sich bei guter Versorgungslage in der Haut ab und schützen die Haut vor den schädigenden Wirkungen des Sonnenlichts.

Die Bedeutung der Karotte für die Augen

Die Aufnahme begünstigt die Sehschärfe und das Dämmerungssehen. Zur Vorbeuge von Nachtblindhaut sind Karotten in der Ernährung ebenfalls wirksam. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zudem belegen, dass bestimmte Augenkrankheiten (Retinitis pigmentose) durch bestimmte Möhrenzubereitungen einen günstigen Verlauf nahmen.

Ein wurmtreibendes Mittel – Gerücht oder Wahrheit?

Es finden sich keine wissenschaftlichen Beweise, dass eine Verwendung von Möhrenzubereitungen als Wurmmittel (vermifuge Wirkung) eine direkte Wirkung zeigt. Dennoch beschreiben Erfahrungsberichte und Überlieferungen immer wieder die wurmtreibende Wirkung der Möhre. Diese wird in erster Linie auf den Gehalt an ätherischen Ölen zurückgeführt. Möhren wirken auf die unerwünschten Darmbewohner zunächst erregend und lähmend, so dass sie ohne großen Schaden wieder ausgeschieden werden können.

Karotten sind ein wirksames Durchfallmittel

Die bereits als Hausmittel bekannte stopfende bzw. durchfallhemmende Wirkung der Karotte beruht vermutlich auf dem reichen Anteil an Pektinen (Ballaststoffe). Durch Dämpfen und Kochen werden diese zu einer Molekülgröße zerlegt, die ein schädliches Anheften der Bakterien bzw. deren Andocken an die Darmwand verhindert. Pektine quellen zudem im Verdauungstrakt schleimartig auf und schützen so die Magen- und Darmschleimhaut. Als wertvolle Nahrung für Dickdarmbakterien wirken sie insofern, als dass diese durch ein begünstigendes Mikroklima vermehrt Buttersäure freisetzen. Diese bei mikrobiell verlaufenden Verdauungsvorgängen vorkommende Säure spielt eine wichtige Rolle bei der Abheilung geschädigter oder gereizter Schleimhaut .

Wissenschaftliche Belege

So ist es nicht verwunderlich, dass bereits 1906 Karottensuppe in Kinderkliniken als schonendes Durchfallmittel seinen Einzug hielt. Auch beim Schwein waren Darminfekte mit trockenen Karottenschnitzeln erfolgreicher als Antibiotika.

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