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Die Strahlfäule – die Horn-Fäulnis am Hufstrahl Wenn der Huf einen penetrant fauligen Geruch verströmt, sollte man besser handeln. Die für die Wintermonate typischen Strahlfäule-Bakterien lösen die Hornhaut am Strahl zu einer schmierigen, schwarzen Masse auf – und lassen sie nach vorheriger Schrumpfung zerfallen. Ob das fortgeschrittene Stadium erreicht ist, merkt man beim Hufesäubern: Wenn der Hufkratzer die empfindliche Huflederhaut berührt und das Pferd den Huf vor Schmerz zurück zieht, ist unbedingtes Handeln erforderlich.
Ursachen und Risikopatienten Verursachende Bakterien sind natürlich vorkommende Darmbakterien, welche sich unter Luftabschluss am wohlsten fühlen. Über verdreckte Strohmatten oder kotverschmutzte Paddocks gelangen sie an den Strahl und nisten sich bevorzugt in Spalten und Risse im Bereich des Hufstrahls ein. Schlechte Hufpflege und mangelnde Sauberkeit im Stall begünstigen die Entwicklung der Strahlfäule. Aber auch Pferde mit hohen Trachten (sog. Bockhufen) oder Neigung zu engen Hufen wie beispielsweise die Rasse der Araber, neigen zur Strahlfäule. Bei solchen Hufformen drücken die Hufwände nach innen, wodurch der Strahl verkümmert und einen Zwanghuf mit enggestellten Tragrändern zur Folge hat. Pferde mit tiefen Strahlfurchen gelten ebenso als Risikopatienten. Mangelnde Bewegung begünstigt ein Voranschreiten der Krankheit, denn bei langem Stehen werden durch die schlechtere Durchblutung deutlich weniger gesunde Hornzellen nachgebildet – das verschafft den Bakterien gute Bedingungen. Fällt ein Beschnitt durch den Hufschmied zu stark oder ungünstig aus, kann sich auch daraus eine Strahlfäule entwickeln.
Behandlung Neben einer Verbesserung der stallhygienischen Verhältnisse (s. unten; Vorbeugetipps) sind zunächst die verfaulten Hornteile zu entfernen. Nach der strahlschonenden Devise „so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“ müssen die angegriffenen, fauligen Hornteile freigeschnitten werden.
Anschließend ist der Auftrag von desinfizierenden, entzündungshemmenden wie zusammenziehenden Tinkturen zu empfehlen.
Zur Therapie gibt es zwei favorisierte Empfehlungen:
- Kupfersulfat (auch Kupfervitriol) - Wilms PinusFauns Pflegeextrakt
Eine getränkte, gefaltete und fusselfreie Mullbinde wird in die Strahlfurche gedrückt. Sie hält den Schmutz fern und übt zudem einen leichten Druck auf die Lederhaut aus. Diese Maßnahme regt die Bildung neuer Hornzellen an. Wenn die Mullbinde beim Wechseln immer wieder relativ sauber wieder herauskommt bzw. wenig haften bleibt, zeichnet sich der Behandlungserfolg meistens ab. Auch das direkte Pipettieren der Flüssigkeit direkt in/bzw. auf den Strahl hat sich in der Praxis bewährt. Nach 3-4 Tagen trocknet der Strahl in aller Regel recht gut aus.
Vorbeugetipps
- Saubere und trockene Einstreu - Richtiger und regelmäßiger Ausschnitt durch den Hufschmied - Tägliches Hufauskratzen (besonders auf Kieselsteine nach dem Ausritt achten!) - Ausreichende Bewegung - Evtl. Fütterung checken (Biotin-, Zink oder Kupfermangel?) wird in die Strahlfurche gedrückt. Sie hält den Schmutz fern und übt zudem einen leichten Druck auf die Lederhaut aus. Diese Maßnahme regt die Bildung neuer Hornzellen an. Wenn die Mullbinde beim Wechseln immer wieder relativ sauber wieder herauskommt bzw. wenig haften bleibt, zeichnet sich der Behandlungserfolg meistens ab. Auch das direkte Pipettieren der Flüssigkeit direkt in/bzw. auf den Strahl hat sich in der Praxis bewährt. Nach 3-4 Tagen trocknet der Strahl in aller Regel recht gut aus.
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