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Zecken mit Borreliose im Gepäck – Tipps zur Vorbeugung
In Deutschland ist die Borreliose die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit beim Menschen und beim Hund. Auch Pferde sind betroffen. Wie erkennt man das behandelbare Frühstadium und wie lässt es sich vorbeugen? Tipps dazu finden sie hier...
Etwa jede dritte Zecke der Gattung Ixodes ricinus ist mit Borrelien infiziert. Zecken stechen, aber sie beißen nicht, obwohl man häufig von „Zeckenbissen“ spricht. Dabei übertragen sie mit dem Speichel die gefährlichen Borrelien-Bakterien. Oft verläuft die Infektion im Verborgenen; die Abwehrkräfte halten die Erreger in Schach. Bricht die Krankheit sichtbar aus, treten frühestens drei Tage nach dem Stich erste Symptome auf. Diese Inkubationszeit kann aber auch mit 6 bis 16 Wochen deutlich länger sein und löst damit die typischen Krankheitsschübe aus. Damit die Borreliose nicht in eine chronische und damit nicht auszuheilende Phase wechselt, sollte möglichst früh antibiotisch behandelt werden.
Typische Borreliose Symptome
Beim Hund Im Frühstadium: - Manchmal schubweise, mitunter auch kaum erkennbare Symptome
Im späteren, chronischen Verlauf: - Fieber - Allgemeine Mattigkeit - Schwellung der lokalen Lymphknoten - Schmerzen, Schwellungen in wechselnden Gelenken, wiederkehrend
Beim Pferd Es treten frühestens drei Tage nach dem Stich erste Symptome auf. Die Krankheitsschübe wechseln mit gesund erscheinenden Phasen. Typisch ist die sog. „intermittierende Lahmheit“: Phasen der Lahmheit werden immer wieder von solchen mit einem klaren Gang unterbrochen. Die Lahmheit wandert von Bein zu Bein oder von Gelenk zu Gelenk.
Anzeichen sind: - Arthritische Gelenksentzündungen - Ödeme (Wasseransammlungen) unter der Haut - Hautproblemen - Schmerzempfindlichkeit der Haut - Leistungsabfall durch schwaches Fieber - Abmagerung, Lethargie
Absuchen ist die beste Vorbeuge Einen Borreliose-Impfstoff gibt es seit kurzem für Hunde, aber leider immer noch nicht für Pferde. Zeckensprays und –puder bieten keinen zuverlässigen Langzeitschutz. Zeckenhalsbänder sind bei Hunden und Katzen recht wirksam, können jedoch bei Pferden nicht eingesetzt werden. Da Borrelien erst nach einiger Zeit (ca. 24h) über den Speichel in das Tier wandern, ist Absuchen die beste Methode.
Zecken nie mit Uhu oder Öl ersticken! Im Todeskampf sondern sie eine extra große Portion Speichel in das Tier ab. Auch die früher übliche Empfehlung, die Zecke heraus zu drehen, ist unnötig. Besser ist es, möglichst hautnah an der Zecke zu fassen und zu ziehen. Mit der Zeckenzange, einer Pinzette oder einer kleinen Kanülenspitze ist dies in der Regel gut möglich.
Am besten stehen die Heilungschancen, wenn die Borreliose früh erkannt wird. Ist sie als solche durch einen Bluttest erkannt, wird meistens über mehrere Wochen ein hoch dosiertes Antibiotikum verordnet.
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