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Warum juckt es bloß?

Juckreiz gehört zu den häufigsten Gründen eines Besuchs in der tierärztlichen Heimtiersprechstunde. Nicht immer sind Flöhe und Milben die Übeltäter. Eine korrekte Diagnose ist manchmal nicht so einfach, denn für anhaltenden Juckreiz gibt es viele Ursachen:

Parasiten:
Stechende und saugende Lästlinge wie Flöhe, Hautmilben oder Stechinsekten, aber auch ein Hakenwurmbefall des Hundes kann zu Reizungen der Haut und Juckreiz führen. Oft sind solche Schmarotzer Wegbereiter für nachfolgende bakterielle oder pilzliche Hauterkrankungen.

Allergien: Empfindlichkeiten auf bestimmte Substanzen in der Umwelt (z. B. Gifte) oder Nahrungsbestandteile sorgen für den Befund einer sog. „atopischen Dermatitis“; aber auch Flöhe können allergisch bedingten Juckreiz verursachen; man spricht von sog. FAD = Floh-allergischer Dermatitis.

Bakterien und Hefepilze: Diese lösen den Juckreiz entweder bei direktem Hautkontakt (primäre Hautinfektion) oder nach vorausgegangener Hautreizung beispielsweise durch Parasiten (sekundäre Hautinfektion) aus.

Tumore (Neoplasie) und Hautreaktionen: Bei sog. Neoplasien (Tumoren) und Reaktionen auf bestimmte Stoffe reagieren bestimmte Zellen des Körpers mit einer Ausschüttung des Botenstoffes Histamin. Dieser wiederum sorgt neben einer Rötung und Schwellung des Bereiches für teils sehr starken Juckreiz.

Autoimmunerkrankungen der Haut: Überschießende Reaktionen des Immunsystems auf körpereigenes Gewebe sorgen für Reaktionen, welche einer Allergie sehr ähnlich sind.

Hormonelle Erkrankungen: Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann – wenn auch selten – die Barrierefunktion der Haut stören und damit nachfolgend Juckreiz verursachen.
Psychische Erkrankungen: Besonders Katzen, aber auch Hunde können Juckreiz simulieren, welcher durch regelmäßiges Kratzen zu weiteren Entzündungen und Hautschädigungen führt, welches sich ihrerseits durch Juckreiz äußert.

Woran erkennt man das Problem?
Haarausfall und haarlose Stellen, Hautabschürfungen und -krusten geben dem Tierarzt neben dem eigentlich sichtbaren Kratzbedürfnis deutliche Hinweise. Auch bräunliche Fellverfärbungen durch Speichel, Pusteln und starke Schuppenbildung sind ein Indiz für intensives, wiederholtes Belecken einer Haut- bzw. Haar-Region.
Hilfen bei der Diagnose
Besteht keine konkrete Zuordnung zur möglichen Ursache, sind manchmal Informationen zu rassetypischen Eigenheiten, Lebensumstände, das Alter oder Hinweise auf saisonale oder geographische Eigenheiten der jeweiligen Haltung wertvolle Hinweise.
So sind beispielsweise Jagdhunde einem höheren Risiko für Milbenbefall ausgesetzt, Hunde aus Zwingerhaltung hingegen neigen eher zu stark juckenden Zwischenzehenhäuten (Pododermatitis). Die Aktivität von Milben wird beispielsweise auch durch warme, beheizte Wohnungsluft gefördert.

Was kann man als Halter tun?
Starker Juckreiz gehört in erster Linie in tierärztliche Obhut. Dort wird in aller Regel mit Antiparasitika, Antibiotika, Antimykotika (gegen Pilzerkrankungen) oder auch chirurgisch versucht, das Problem zu beheben.
Bei Juckreizerkrankungen mit allergischer Ursache sind Protokolle, wann, wie häufig und unter welchen Rahmenbedingungen das Tier die Juckreiz-Schübe entwickelte, sehr hilfreich. So spricht plötzlich auftretender hochgradiger Juckreiz eher für Milbenbefall als für eine bakterielle Ursache. Nahrungsmittelallergien gehen häufig auch mit Vorerkrankungen oder Verdauungsproblemen einher. Besonders zur Kontrolle des Therapieerfolges ist ein Juckreizprotokoll eine sinnvolle Maßnahme.

Wir empfehlen zur unterstützenden und natürlichen Begleitung solcher Juckreiz-Phasen Wilms PINUSFAUNA – als Pflegextrakt oder Gel. Es beruhigt und regeneriert die Haut und nimmt den Juckreiz während der Abheilungsphase.

Bei Allergien und allergisch bedingten Entzündungen sind
Olewo Rote Bete Chips als Beifutter eine natürliche und stabilisierende Unterstützung.


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